Maßstab, Messlatte, Orientierung für andere Hersteller, Sportgerät für so manchen Athleten der seine Leistung an kein anderes Gerät knüpfen möchte. Es ist in den mehr als zehn Jahren seiner Existenz konsequent weiter entwickelt worden. Kleine immer währende Veränderungen sind klar an den Anforderungen gewachsen und von den Entwicklern umgesetzt worden – besserer Endhaken mit Zacken für Zustiege am Wandfuss wo das Gerät am Kopf gegriffen wird, Möglichkeit des Einknüpfens einer Reepschnur für das Klippen einer Fangleine am Endhaken, Möglichkeit der Montage von Hammer oder Schaufelkopf – um nur einige zu nennen. 

Neu ist in der Geometrie meines Erachtens der grössere Öffnungswinkel der Haue mit dem gleichzeitigen geringfügigen Rückversetzen des unteren Handgriffs, der zugleich im Winkel etwas mehr geneigt wurde.

Neu ist in der Geometrie meines Erachtens der grössere Öffnungswinkel der Haue mit dem gleichzeitigen geringfügigen Rückversetzen des unteren Handgriffs, der zugleich im Winkel etwas mehr geneigt wurde. Das hat zur Folge das die Finger der Hand gleichmässiger im Hängen belastet werden – anderes als bei senkrechten Griffen wo alle Finger auf den schwächsten Finger der Hand, dem kleinen Finger zusammen rutschen. So können alle Finger, gemäss ihrer Kraft, greifen und halten ohne das die Finger zusammengequetscht werden und zum kleinen Finger hinrutschen. Die Kraftwirkung bei gesetztem Gerät unter einem Hook ist somit nahe bei einer Klimmzugstange, was gleichmässig in der Hand wirkt – und damit viel ergonomischer ist. 

Das Gewicht des neuen Nomic Eisgerät ist gleichgeblieben. Allerdings ist der Griff mit den Löchern leichter geworden womit sich mehr Schwungmasse im Kopf des Gerätes konzentriert. Die Gewichtsverteilung ist klar mehr in den Kopf gewandert. Auf diese Weise „arbeitet“ das neue Tool leichter und braucht weniger Kraft. Weniger kraftvolle Sportler werden das zu schätzen wissen. Unser Grundtenor: „Es schwingt wesentlich leichter und ist präziser im setzen. Das Trefferfeld ist somit kleiner. Damit gelingt es das Eisgerät mit mehr Präzision an Stellen zu platzieren die man sich ausgesucht hat.“ Ein Ergebnis das sich aus der neuen Gewichtsverteilung und der neuen Geometrie ergibt. 

Damit wird das neue NOMIC mehr auch alpinen und technischen Einsätzen gerecht und gilt nicht mehr länger nur als reines Eis- und Drytoolgerät.

Der offene Endhacken am Pickelende ist nun, wie man es bei gängigen Pickeln gewohnt ist, direkt zu klippen. Damit wird das neue Nomic mehr auch alpinen und technischen Einsätzen gerecht und gilt nicht mehr länger nur als reines Eis- und Drytoolgerät. 

Als weitere Detailverbesserung möchte ich auch den zweiten Griff erwähnen. Dieser ist nun bereits ab Werk fix gummiert. Das ergibt einen etwas dünneren Griff – dünner als wenn sich jeder irgendein „Tennislenkerband“ aufwickelt. 

Als eine weitere positive Änderung fiel mir sofort die neue Geometrie der Gewichte an den Hauen auf. Ihre Formgebung bringt einen zusätzlichen positiven Nebeneffekt: nämlich „Klemmkeil“ in einem Riss zu sein. „Klasse Idee! Grandios liebe Leute! Das macht Freude.“ Für mich klar eine Veränderung die aus der Praxis heraus gewachsen ist. Ich bin begeistert. 

Sehr angenehm fällt auch der hydrogeformte 3D-Schaft auf. Er verleiht dem Eisgerät eine schlichte Eleganz, die nebenher auch noch gut in der Hand liegt, wenn im Zustieg oder einfachem Gehgelände die Nomic´s am Schaft gegriffen werden. 

Das neue NOMIC bietet mir als Nutzer einige Detailverbesserungen die sehr praxisorientiert sind und die genialen Grundeigenschaften des schon bis anhin wegweisenden NOMIC weiter aufwerten.

Nach zehn Tagen intensiven Gebrauch der neuen Sportgeräte ist mir allerdings aufgefallen, dass sich an einem Gerät bereits am oberen Griffhaken der schwarze Gummi vom orangenen Plastik löst. Gleiches deutet sich bei den unteren Griffhaken auch an.

Fazit: Das neue Nomic bietet mir als Nutzer einige Detailverbesserungen die sehr praxisorientiert sind und die genialen Grundeigenschaften des schon bis anhin wegweisenden Nomic weiter aufwerten. So steht jedem Anwender ein Eisgerät der Spitzenklasse zur Verfügung das es wohl nicht mehr aufs Gerät geschoben werden kann wenn man nicht oben ankommt. 😉 Oder anders ausgedrückt: „Wenn der Bauer nicht schwimmen kann – liegt es nicht am…neuen Nomic!“ 

Grossen Dank an Petzl für die Testgeräte. 

René 

René Kämmerer
Langjähriger Verkaufsberater und Eiskletterer